KLB-Leichtbeton

Was ist Leichtbeton und woraus besteht er?

Die Produkte des KLB-Baukastens gehören in die Gruppe der Leichtbetone. Während Normalbetone dichte Zuschläge, wie z. B. Kies und Sand, beinhalten und in ihrer Struktur gefügedicht sind, bestehen Leichtbetone aus leichten, porigen Zuschlägen (Bims oder Blähton) und sind in ihrer Struktur haufwerksporig.

Schnitt durch KLB-Leichtbeton

Die Rohstoffkörner des KLB-Rohstoffs bestehen aus unzähligen feinen und feinsten in sich völlig abgeschlossenen Poren, mit einem Porenvolumen von ca. 85 %. Die in den Poren eingeschlossene, ruhende Luft und die zwischen den einzelnen Rohstoffkörnern entstandenen kleinen Hohlräume, die so genannten Haufwerksporen, die ebenfalls ruhende Luft beherbergen, sind Grundlagen für die außerordentlich guten, bauphysikalischen, insbesondere wärmedämmenden Eigenschaften der KLB-Produkte.
Durch den hohen Porengehalt lassen sich großformatige Steine herstellen, die dennoch handlich, leicht zu ver- und bearbeiten sind. Eine hohe Druckfestigkeit und damit Standsicherheit ist selbstverständlich gewährleistet. Der ideale Rohstoff für einen guten Wandbaustoff ist also porig, leicht, mit hoher Kornfestigkeit und nicht brennbar. Die KLB-Rohstoffe Naturbims und Blähton besitzen diese Eigenschaften. Sie sind nahezu vergleichbare Rohstoffe mit hervorragenden bauphysikalischen und umweltverträglichen Eigenschaften.

Bims

Bimswand
Bimskörner

Die Entstehung von Bims geht in Deutschland auf einen gewaltigen Vulkanausbruch zurück, der sich vor ca. 13.000 Jahren ereignet hat. Das Zentrum lag im heutigen Laacher-See-Becken. Die aus dem Erdinneren kommende, unter hohem Druck stehende Gesteinsschmelze entspannte sich beim Aufstieg zur Erdoberfläche durch schnelles Ausdehnen der eingeschlossenen Gase. Bei gleichzeitiger Verfestigung kühlte die ca. 1200°C heiße Magma porenbildend ab. Die durch die Eruption bis zu einer Höhe von mehreren Kilometern herausgeschleuderten Auswurfmassen, in Körnungen von 1 bis 40 mm, regneten auf ein rund 200 km2 großes Gebiet, das heutige Koblenz-Neuwieder-Becken, ab und erreichten Schichtdicken bis zu 6 m. Dieser Bims ist das einzige Vorkommen auf dem europäischen Festlandsockel. Weitere Bimsvorkommen sind auf Inseln wie Island, Azoren, Teneriffa, Sizilien, Yali und Nisyros oder im asiatischen Teil der Türkei zu finden. Da das deutsche Bimsvorkommen begrenzt ist, werden zur Ressourcen-Schonung Auslandsbimse, vor allem aus Mittelmeeranrainerstaaten, importiert und zur Produktion verwendet.

Der vulkanische Ursprung hat dem Bims charakteristische Eigenschaften verliehen, so bewirken eine Vielzahl von Poren und geschlossenen Zellen den hohen Porosierungsgrad bei gleichzeitig hoher Kornfestigkeit. Bims ist darüber hinaus frost-, feuer- und witterungsbeständig und frei von wasserlöslichen Salzen.

Blähton

Blähtonkugeln

Zur Ressourcen-Schonung kommt in geringen Mengen auch Blähton zum Einsatz. Blähton ist dem Bims nachempfunden. Er ist das Ergebnis von aufbereitetem, granuliertem Magerton, der in einem Spezialverfahren bei einer Temperatur von ca. 1200°C bimsähnliche Poren bildet. Die granulierten Tonkügelchen blähen sich zum fünffachen ihres Volumens auf, die Oberfläche erhält eine relativ feste, gesinterte Außenhaut.