Auflagerung und Abfangung

Abfangung der Außenschale
Abfangung der Außenschale
Auflagerung der Außenschale
Auflagerung der Außenschale

Nach DIN 1053-1 muss die Verblendschale, die auch als verputzte Vormauerschale ausgeführt werden kann, über ihre gesamte Länge vollflächig und sicher aufgelagert werden. Diese Auflagerung geschieht sinnvoller Weise bereits auf dem Fundament oder der Kelleraußenwand. Am Fußpunkt der Luftschicht zwischen Innen- und Verblendschale sind die Innenschale bzw. die angrenzende Geschossdecke gegen Feuchtigkeit zu schützen. Das gilt auch bei Fenster- und Türstürzen sowie im Bereich von Sohlbänken.

  • Bei unterbrochener Auflagerung, z. B. auf Konsolen, müssen in der Auffangebene alle Steine beidseitig aufgelagert sein.

    Die Mindestdicke der Außenschale beträgt 90 mm.
  • Außenschalen von 115 mm Dicke sollen in Höhenabständen von etwa 12 m abgefangen werden. Sie dürfen bis zu 25 mm über ihr Auflager vorstehen.
  • Außenschalen < 115 mm Dicke dürfen nicht höher als 20 m über Gelände geführt werden und sind in Höhenabständen von etwa 6 m abzufangen.

Die Industrie liefert verschiedene vorgefertigte Abfangkonstruktionen wie z. B.

  • Einzelkonsolen für die Abfangung von Fertigteilstürzen, geschlossenen Wandflächen,
  • Eckkonsolen für die Abfangung von Pfeilern und Außenecken,
  • Konsolwinkel für die Abfangung über Öffnungen, Dehnfugen.

Im Regelfall sollten sie aus nicht rostendem Stahl hergestellt sein. Abfangkonstruktionen werden vorzugsweise an den Decken oder Stürzen befestigt. Die Verschraubung sollte mit Schwerlastdübeln erfolgen. Es ist darauf zu achten, dass die Hinterlüftung der Verblendschale nicht wesentlich behindert oder gar unterbrochen wird. Unterhalb von Zwischenabfangungen muss die Verblendschale genügend Ausdehnungsspielraum haben, damit es bei Temperaturdehnungen nicht zu Behinderungen und Materialabplatzungen kommt.

Die Abfangungen sind so zu wählen, dass sie von außen nicht sichtbar sind, so z. B. durch Fugenausbildung. Über Tür- und Fensteröffnungen ist das dann möglich, wenn die Steine des scheitrechten Bogens mit dem Konsolwinkel verschraubt werden.

In der Außenschale müssen vertikale Dehnungsfugen (insbesondere an den Gebäudeecken) angeordnet werden. Ihre Abstände richten sich nach der thermischen (klimatischen) Beanspruchung und der Art und Farbe des Verblendbaustoffs. Bei Verblendungen über mehrere Geschosse und entsprechender Anzahl von Öffnungen sind darüber hinaus auch die unterschiedlichen Verformungen beider Schalen zu beachten. Dehnungsfugen sind mit geeignetem Material dauerhaft dicht zu schließen.