KLB-Mauerwerk in der Praxis

Unser Mauerwerk in der Verarbeitung, Konstruktion sowie seine Eigenschaften hinsichtlich Ökologie, Tragfähigkeit und Bauphysik

Mauerwerk hat eine Vielzahl von Funktionen zu erfüllen. Neben der Lastabtragung sind es die bauphysikalischen Anforderungen wie z.B. Wärmedämmung, Feuchteschutz, Schalldämmung und Brandschutz.

Jeder Stein und jedes Bauteil müssen den entsprechenden Anforderungen an ihrer Einsatzstelle gerecht werden. Daneben muss man mit dem Mauerwerk, bzw. den Steinen und Bauteilen, auch alle planerischen Gedanken ausführen und sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen können. Ziel allen Schaffens ist dabei schadensfrei und wirtschaftlich zu bauen.

Nur ein gutes Rohbausystem mit aufeinander abgestimmten Einzelelementen, wie der so genannte KLB-Baukasten kann für alle Anforderungen eine vernünftige Lösung bieten. Er bietet alles was für einen zukunftsorientierten, modernen Rohbau, den Um- oder Ausbau benötigt wird, und das vom Keller bis zum Dach und vom Einfamilienhaus bis zum Industriegebäude.

KLB bietet das Vollsortiment für den Rohbau. Aufgrund des konsequenten Einsatzes von KLB-Produkten entstehen wertstabile Häuser mit homogenem Mauerwerk. Der Verkauf erfolgt ausschließlich über den Baustoff-Fachhandel. Sämtliche Steinabmessungen sind nach dem oktametrischen Maßsystem (12,5 cm) aufeinander abgestimmt. Der KLB-Baukasten bietet mit Wanddicken von 6,0 cm bis 49,0 cm und Festigkeitsklassen von 2 bis 20 (2,5 N/mm² - 25 N/mm²), die Möglichkeit zur differenzierten Anpassung an unterschiedlichste Gebäudeanforderungen, bei großem Planungsspielraum und ohne Mischbauweise.

Daneben lassen sich Wärme- und Schallschutzanforderungen durch die richtige Auswahl des Steintyps und der Rohdichteklasse, von 0,35 bis 2,0 zielsicher einhalten.

Mit dem Streben nach kurzer Bauzeit und geringer Standzeit bis zur Nutzung des Gebäudes wächst jedoch das Bauschadenrisiko. Auftretende Fehler führen dann zu Reklamationen und Schuldzuweisungen an den Planer, Statiker, Bauunternehmer und nicht zuletzt an den Baustoffproduzenten. Folge sind oftmals Gutachtereinsatz und gerichtlich angeordnete Beweisverfahren. Voraussetzungen für schadensfreies Mauerwerk sind:

bei der Planung:

  • Aspekte der Ästhetik, der Nachhaltigkeit, des Nutzwertes, der Qualität und der Sicherheit sind möglichst ganzheitlich zu betrachten,
  • auch bei Verwendung industriell vorgefertigter Bauteile ist ein Höchstmaß an monolithischer Bauweise anzustreben,
  • der Einsatz unterschiedlicher Materialien ist auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren,
  • nur zueinander passende, in den bauphysikalischen Eigenschaften sich ergänzende und fördernde Baustoffe sind einzuplanen und deren präzise, produktbezogene Definition vorzugeben.

bei der Statik:

  • Bestimmung der Festigkeitsklassen unter Berücksichtigung einzelner Gebäudeabschnitte, und unter Bezug auf die Gegensätzlichkeiten der Auswirkung bauphysikalischer Eigenschaften,
  • Bereits bei der Vorplanung ist darauf zu achten, dass unter Beachten der Wirtschaftlichkeit Zwängungen aus der kraftschlüssigen Verbindung der Bauteile mit unterschiedlichem Verformungsverhalten, z. B. Geschossdecken und Mauerwerk, nicht die Gebrauchsfähigkeit beeinträchtigen,
  • Lasten möglichst gleichmäßig auf die Wände verteilen, z. B. durch kreuzweise Bewehrung der Geschossdecken.

bei der Ausführung:

  • Konsequent Mischbauweise vermeiden,
  • mit ausreichendem Überbindemaß mauern,
  • Verarbeitungsempfehlungen beachten,
  • im Grenzbereich von belastetem und unbelastetem Mauerwerk konstruktive Bewehrungen und/oder Putzarmierungen einbringen,
  • ausschalten von Wärmebrücken zwischen Bauteilen durch Dämmschichte
  • Putzen und Fliesen nur mit in den Eigenschaften zum Mauerwerk passenden Materialien.

Die nachfolgenden Themen erläutern den Umgang mit KLB-Baustoffen, d. h. die richtige Ausführung und Konstruktion nach heute anerkannten Regeln der Baukunst bzw. Bautechnik. Die Berücksichtigung dieser Tipps und Anregungen durch alle Bauschaffenden gleichermaßen führt zur Steigerung der Mauerwerksqualität und Vermeidung von Bauschäden. Wichtig dabei sind die Verarbeitung der verschiedenen Steintypen und die Hinweise für die richtige Ausführung und Konstruktion von und mit Mauerwerk.
Die verschiedenen Detailpunkte werden dabei im Wesentlichen zeichnerisch dargestellt und nur kurz textlich kommentiert, nach dem Motto: „eine Zeichnung sagt mehr als tausend Worte".